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Zwei Matratzen übereinanderlegen: Wie sinnvoll ist dieser Trend?

Zwei Matratzen übereinander zu legen bringt augenscheinlich ein paar Vorteile. Wer zum Beispiel höher schlafen möchte, um sich besser hinlegen oder besser aufstehen zu können, platziert vielleicht eine zweite Matratze auf die des vorhandenen Betts. Doch wie sinnvoll ist der Trend und was sind die Nachteile der doppelten Matratze? Hier finden Sie alle Antworten!

Matratzensystem mit zwei Matratzen übereinander sinnvoll?

Zwei Matratzen übereinander – warum?

Der Wunsch, zwei Matratzen auf den Lattenrost zu legen, kommt bei vielen sicher aus ganz unterschiedlichen Gründen auf. Einige möchten, wie eingangs schon erwähnt, einfach höher schlafen. Gerade ältere Menschen können sich besser auf ein höheres Liegemöbel setzen und legen. Auch das Aufstehen wird durch die zweite Matratze erleichtert.

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Für andere ist die zweite Matratze als Neuanschaffung eine günstige Alternative zu einem mit mehreren Matratzen ausgestatteten Boxspringbett. Einige wollen diese Art zu schlafen vielleicht auch einfach mal ausprobieren. Sie haben sich eine neue Schlafunterlage gekauft und legen sie einfach auf die alte drauf – um zu sehen, wie sich das anfühlt.

Nachteile der zwei Schlafunterlagen

Wie man schon vermuten kann, ergeben sich aber nicht nur die oben genannten Vorteile. Wichtig ist auch ein Blick auf die Nachteile von zwei Matratzen, die übereinander gelegt werden. Denn einzeln für den Einsatz auf einem Lattenrost verkaufte Schlafunterlagen sind von ihrem Aufbau und ihrem Härtegrad nur für den alleinigen Einsatz hinausgelegt. Das betrifft zum Beispiel auch die Belüftung: Eine einzelne Matratze lüftet die bis zu 500 ml Wasser, die ein Mensch im nächtlichen Schlaf abgibt, selbst ganz gut aus. Liegen aber zwei Matratzen übereinander, dann staut sich die Feuchtigkeit. Neben Schimmel in der Matratze können sich auch Bakterien ansammeln – beides ist ein Gesundheitsrisiko, das nichts im Schlafzimmer verloren hat.

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Auch wer die ältere, die neue oder gar beide Matratzen mit ihrem Härtegrad im Blickpunkt gekauft hat, sollte auf die neumodische Kombination verzichten. Denn der Härtegrad wird dadurch obsolet. Gerade bei Federkernmatratzen ist es schwierig, wenn nicht unmöglich, die einzelnen Federn genau aufeinander zu positionieren. Einige Stellen werden also mehr gestützt, andere weniger. Nach einiger Zeit zahlt einem der Körper das so entstehende, falsche Liegen mit verschiedenen Beschwerden heim. Wenn nicht schon in der ersten Nacht klar wird, dass es sich so nicht richtig liegt. Zudem sollte auf eine durchgelegene Matratze keine neue aufgelegt werden; andersrum ergibt die Kombination auch keinen Sinn. Es gibt immer Verschiebungen.

Gefahren im Überblick

Kombiniert man also selbst zwei Schlafunterlagen, können sich verschiedene gesundheitliche und den Schlaf beeinträchtigende Nachteile ergeben. Hinzu kommt die Gefahr, dass die obere Matratze von der unteren rutscht und man so des nächtens vom Bett fällt. Gerade ältere Menschen sollten sich diesem Risiko nicht aussetzen. Hier noch einmal die Punkte, die sie überdenken sollten, wenn Sie dem beschriebenen Trend folgen wollen:

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  • Bei zwei übereinandergelegten Matratzen gibt es keine ausreichende Belüftung
  • Schimmel und Bakterien können sich zwischen den Polstern ansammeln
  • Der Härtegrad einer oder beider Bettpolster wird bei der Kombination obsolet
  • Nicht aufeinander abgestimmte Schlafunterlagen sorgen für eine schlechte Lage
  • Verrutschende Unterlagen können dazu führen, dass man vom Bett fällt

Internet-Tipps für gestapelte Bettpolster

Im Internet kursieren verschiedene Tipps und Tricks rund um die Matratze, dank derer die oben aufgeführten Nachteile neutralisiert werden sollen. Auch die aufgelisteten Gefahren soll man damit umgehen können. So soll es gegen Feuchtigkeit helfen, die obere Matratze jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen an die Wand zu stellen und das Fenster zum Lüften zu öffnen. Damit wäre die Gefahr von Schimmel und Bakterienansammlungen gebannt. Gegen das falsche Aufliegen und Verrutschen wird empfohlen, beide Matratzen mit mindestens zwei Spanngurten oder ähnlichen Verbindungshilfen zusammenzubinden. Das sind interessante Ansätze, aber für viele weder sinnvoll noch zielführend.

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Schimmel vermeiden durch häufiges Lüften

Durch häufiges Lüften lässt sich Schimmel vermeiden…

Denn nicht viele werden die Zeit und Muße haben, jeden Morgen die obere Matratze von Decken, Kissen und Laken zu befreien, um sie an die Wand zu lehnen und dann lange zu lüften. Das gilt sowohl für die stressigen Schul- und Arbeitstage unter der Woche als auch für die entspannten Wochenenden. Kinder und ältere, schwächere Menschen sind mit der Aufgabe vielleicht sogar schlicht überfordert. Hinzu kommt die Verbindung mit mehreren Gurten. Diese muss jeden Morgen gelöst und am Tag oder Abend wieder hergestellt werden – so, dass beide Matratzen gut übereinander liegen und dass die Gurte nicht spürbar sind. Alles in allem ein Ding der Unmöglichkeit.

Zwei Matratzen übereinanderlegen – den Profis überlassen!

Wie weiter oben schon beschrieben, so kommt der Trend des doppelten Bettpolsters nicht von ungefähr; auch ist er nicht neu. Märchenhaft-royale Schlaflager und die bei vielen beliebten Boxspringbetten bringen zwei, drei oder sogar mehr Polsterungen für den Schlaf mit. Jedoch wurden dabei bei den entsprechenden, im Verkauf befindlichen Betten Funktion und Design zusammengeführt. Soll heißen, dass bei Betten, für die der Einsatz mehrerer Matratzen von Anfang an geplant ist, sowohl die Belüftung als auch der Liegekomfort stimmt. Somit gibt es keinen Grund für unnötiges, tägliches Auseinanderbauen und Zusammenzurren.

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Eine gute Betten-Manufaktur, die Schramm Werkstätten aus Winnweiler, Deutschland, informiert auf ihrer Webseite über von Profis hergestellte Matratzensysteme. So werden Betten mit zwei oder gar drei Matratzen übereinander realisiert, die nicht schimmeln und gleichzeitig für einen guten, gesunden Schlaf in ruhiger Lage sorgen. Tischler, Schneider und Polsterer arbeiten dabei Hand in Hand, um mehrere Materialschichten so zu kombinieren, dass alles auf die später darauf schlafenden Personen abgestimmt ist. Seide, Leinen, Naturlatex, Baumwolle, Schafwolle, Nesselsäckchen mit Federn und mehr kommt zum Einsatz. Und das ist wesentlich besser als eigene Experimente mit Kaltschaum- und / oder Taschenfederkernmatratzen.

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