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Die passende Matratze finden

good4sleep MatratzenEtwa ein Drittel unserer Lebenszeit schlafen wir. Diese Zeit braucht der Körper, sich zu regenerieren, um leistungsfähig zu bleiben. Die Matratze spielt für einen erholsamen Schlaf eine elementare Rolle. Eine ungeeignete, nicht auf die persönlichen Bedürfnisse ausgerichtete Matratze verursacht Verspannungen und Rückenschmerzen, die den Schlaf negativ beeinflussen, was die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität massiv einschränken kann. Mit dem Kauf einer Matratze treffen wir eine weitreichende Entscheidung. Für etwa 10 Jahre begleitet sie uns Nacht für Nacht und bestimmt, wie gut wir schlafen. Die Kaufentscheidung will also gut durchdacht sein. So individuell wie jeder Mensch ist, sind auch seine Anforderungen an die optimale Matratze. Was Sie vor dem Kauf bedenken sollten, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Beginnen wir mit dem Entschluss, eine neue Matratze zu kaufen

Die passende Matratze findenBevor Sie sich daranmachen, Ihren Entschluss umzusetzen, sollten Sie sich überlegen, welche Eigenschaften einer Matratze für Sie wichtig sind und wie viel Sie bereit sind auszugeben. Vergessen Sie nicht, dass der Kauf einer neuen Matratze eine Investition in ein Produkt ist, das Sie über viele Jahre nutzen werden und welches maßgeblich an Ihrem Wohlergehen beteiligt ist.

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Zunächst kommt es auf den Untergrund an!

Wie ist es um Ihren Lattenrost bestellt? Ein ungeeigneter oder alter, ausgeleierter Lattenrost verkürzt die Lebensdauer Ihrer Matratze beträchtlich. Zusätzlich geht Ihnen bis zu 40 % an Schlafkomfort verloren. Vielleicht wechseln Sie nicht nur Ihre Matratze, sondern auch den Lattenrost gleich mit aus?

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Darauf sollten Sie achten:

  • ausreichend Spannkraft bieten nur nach oben gewölbte Leisten
    • Minimum sind 26 – 28 Querleisten
    • auch der Lattenrost sollte spätestens nach 10 Jahren ausgetauscht werden
    • optimal sind Buchenholz (dauerhaft fest und belastbar) und Kautschukkappen (brechen nicht und werden nicht porös)
    • ungeeignet sind Metall- oder Kunststoffrahmen

Welche Eigenschaften haben die unterschiedlichen Matratzen-Typen?

Federkernmatratze

Federkernmatratzen werden nochmals Untergruppen zugeordnet. Unterscheidungskriterien sind unter anderem die Menge und die Art an eingearbeiteten Metallfedern:

  • Bonnell-Federkernmatratze
  • Taschenfederkernmatratze
  • Tonnentaschenfederkernmatratze

Der Aufbau aller Federkernmatratzen ist identisch: Jede Matratze besitzt einen Federkern der von einer Schaumstoffpolsterung sowie einem schützenden Matratzenbezug eingehüllt wird. Für Hausstaubmilbenallergiker sind Federkernmatratzen weniger geeignet, es sei denn, der Bezug ist waschbar.

Federkernmatratzen sind stabil und gewährleisten durch ihre Federhohlräume eine gute Luftzirkulation. Aufgrund ihres Aufbaus können sie allerdings Wärme nur schlecht halten. Sie sind vor allem für Menschen geeignet, die nachts stark schwitzen. Bis auf die Bonnel-Federkernmatratze passen sie sich dem Körper gut an. Diese Matratzen finden Sie bereits im unteren Preissegment.

Kaltschaummatratze

Die Herstellung von Kaltschaummatratzen ist umweltfreundlich, ausgediente Matratzen können recycelt werden. Dem Körper passt sich diese Matratze sehr gut an, sie ist punktelastisch, leicht und handlich. Das gute Handling ist von Vorteil, wenn die Matratze von Zeit zu Zeit gewendet werden soll. Hausstaubmilben haben bei diesen Matratzen aufgrund des verwendeten Materials keine Chance. Kaltschaummatratzen sind daher für Allergiker bestens geeignet. Die Wärmeisolation sowie die Luftzirkulation sind sehr gut. Anfangs könnte diese Matratze unangenehm riechen. Die Matratzen sind recht günstig.

Formschaummatratze

Durch die einzigartige Herstellungsweise der Formschaummatratzen entstehen Liegezonen, die sich individuell an bestimmte Körperregionen anpassen können. Unabhängig von Größe, Gewicht oder Körperanatomie gleicht sich der Matratzenkern – Zentimeter für Zentimeter – dem Körper an. Die Zellstruktur ermöglicht eine ausgezeichnete Luftzirkulation, wodurch ein äußerst angenehmes Schlafklima entsteht.

Latexmatratze

Auch diese Matratze passt sich dem Körper hervorragend an und besitzt eine lange Lebensdauer. Durch Luftkanäle und mikroskopisch kleine Luftbläschen wird für ein ausgezeichnetes Klima gesorgt. Für Hausstauballergiker ist sie sehr gut geeignet. Allerdings ist sie sehr schwer und auch teuer. Ihr Vorteil ist, dass sie leicht gereinigt werden kann.

Viscoelastische Matratze

Viscoelastische Matratzen sind angenehm weich, beim Liegen ist kaum ein Widerstand zu spüren, der Körper sinkt einfach leicht ein. Nach dem Aufstehen dauerte es dann einige Momente, bis die Matratze ihre ursprüngliche Form wieder angenommen hat. Die Matratze ist allerdings nicht nur für Allergiker bestens geeignet, sondern auch sehr empfehlenswert für Menschen mit:

  • Neigung zu Bandscheibenvorfällen
  • Wirbelsäulenproblemen
  • Arthrose
  • dem sogenannten „Schulter-Arm-Syndrom“
  • Rückenschmerzen allgemein
  • Akuten oder chronischen Durchblutungsstörungen

Eine Matratze kann die Beschwerden zwar nicht heilen, verhält sich aber besonders schonend dem Rücken gegenüber und kann weiteren Beschwerden vorbeugen.

Einschränkung: Die Feuchtigkeitsregulierung ist weniger gut, damit ist sie für stark schwitzende Menschen weniger geeignet.

Welche Größen sind erhältlich?

Das Angebot reicht von der Baby-Matratze bis zur Doppelbettmatratze. Gängige Matratzengrößen sind:

  • 70×140 cm
  • 80×200 cm
  • 90×200 cm
  • 100×200 cm
  • 120×200 cm
  • 140×200 cm
  • 160×200 cm
  • 180×200 cm

Welche Schlafposition nehmen Sie ein?

Ziel ist es, eine Matratze zu finden, welche die natürliche S-Form der Wirbelsäule erhält.

Position empfehlenswerte Matratze
Seitenschläfer benötigen eine Matratze, bei der nur die Stellen eingedrückt werden, an denen der Körper aufliegt: Latexmatratze, hochwertige Kaltschaummatratze, Visco Matratze oder Tonnentaschenfederkernmatratze
Rückenschläfer Viscoelastische Matratze

Sie können alle Matratzen-Typen wählen, sie sollte jedoch Ihrem individuellen Körpertyp angepasste Liegezonen bieten

In Bauchlage schlafend auf dem Bauch zu schlafen ist eine unnatürliche Lage, im Prinzip können Sie zu jeder Art von Matratze greifen, denn eine spezielle Anpassung ist kaum möglich

Welcher Härtegrad passt zu Ihnen?

Der Härtegrad ist abhängig vom Aufbau der Matratze und den jeweils verwendeten Komponenten. Angegeben wird er in einer Scala, die von H1, besonders weich bis H5, sehr hart, reicht. Die Bestimmungen sind allerdings nicht einheitlich definiert, variieren also von Hersteller zu Hersteller.

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Ein ungefährer Richtwert für die Wahl eines geeigneten Härtegrads ist das Körpergewicht. Allerdings spielen zudem individuelle Vorlieben und Schlafverhalten eine Rolle.

Ist die Matratze zu weich oder zu hart kann das zu echten Probleme mit der Wirbelsäule führen. Eine unpassende Matratze ist nicht nur schädlich für die Gesundheit, sondern wirkt sich negativ auf den Schlaf, die Erholungsphase für Körper und Geist, aus.

Zur Orientierung:

Leichtgewichte benötigen in der Regel eine weichere Matratze als ein schwere Personen.

Haben Sie breite Schultern, sollte der Schulterbereich der Matratze und der Unterfederung abgesenkt, der Beckenbereich dagegen stabil sein.

Bei einem breiten Becken sollte die Matratze im Beckenbereich weicher sein und eine Kernhöhe von mehr als 18 Zentimetern aufweisen.

Personen mit fülliger Körpermitte wird geraten, zu einer Matratze zu greifen, die in diesem Bereich besonders stabil ist.

Weitere wichtige Faktoren sind die Matratzendicke und Liegezonen

Generell gilt, dass eine Matratze mindestens 13 cm dick sein sollte. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich die Latten des Lattenrostes durchdrücken. Umso schwerere Sie sind, desto tiefer sinken Sie ein und desto dicker sollte demzufolge die Matratze sein.

Liegezonen sind unterschiedlich harte Zonen einer Matratze, die für eine perfekte Ergonomie sorgen. Der Becken- und Schulterbereich einer Zonenmatratze ist etwas weicher, wodurch das optimale Einsinken in diesen Bereichen gewährleistet wird. Andere Abschnitte sind härter, um hier eine bessere Stütze zu bieten. Mit dem Zusammenspiel der Zonenwirkungen kann die optimale Form der Wirbelsäule, die S-Form, erhalten werden.

Eine 7 Zonen Matratze ist in drei weiche Zonen und vier harte unterteilt. Weiche Bereiche sind Schulter-, Becken- und Wadenbereich, die harten Zonen sind

  • Kopf-,
  • Lordose-,
  • Oberschenkel- und
  • Fußbereich.

Bei einer 9 Zonen Matratze gibt es im Fußbereich 2 weitere weiche Zonen.

Eine Matratze für das Doppelbett?

Körpergewicht und Körpergröße der Partner sind meist unterschiedlich. Jeder bewegt sich nachts anders, friert oder schwitzt mehr. Mit 2 Matratzen liegen Sie also keinesfalls verkehrt.

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Die perfekte Matratze:

  • Härtegrad und Materialwahl entspricht der individuellen Körperbeschaffenheit, beispielsweise dem Gewicht
  • verfügt über ein hohes Raumgewicht, umso höher, desto stabiler und langlebiger. Empfehlenswert ist ein Raumgewicht <40
  • berücksichtigt den Schläfertyp
  • besteht aus hochwertigen Materialien
  • richtet sich nach dem individuellen Wohlempfinden

Vor- und Nachteile einer hochwertigen Matratze

  • verhindert Beschwerden beim Liegen
  • sorgt für einen angenehmen Schlaf
  • gewährt optimale Regeneration über Nacht
  • die richtige Matratze zu finden ist nicht einfach
  • vorherige Information ist notwendig
  • es besteht die Gefahr eines Fehlkaufes, im Fachhandel ist eine Rückgabe selten möglich

Tipp: Beim Kauf übers Internet schützt Sie das Fernabsatzgesetz: Sie dürfen die Matratze auspacken und so ausführlich probeliegen, wie es im Geschäft üblich ist. Entspricht die Matratze nicht den Vorstellungen, dürfen Sie das Produkt innerhalb einer Frist von 2 Wochen nach Erhalt zurückschicken. Liegt der Preis der Matratze über 40 Euro, muss der Verkäufer die Kosten für die Rücksendung übernehmen. Beim Kauf im Fachhandel ist die Rücknahme eine Frage der Kulanz.

Ihre neue Matratze wartet auf ihren Einsatz? Geben Sie Ihrem Körper etwas Zeit, sich an die neue Unterlage zu gewöhnen.

Bildnachweise: Adobe Stock / contrastwerkstatt, Amazon/ good4sleep

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